Hl. Gregor Palamas
Über das Kostbare und Lebenspendende Kreuz [1]
Homilie zum 3. Sonntag der Großen Fastenzeit
1. Das
Kreuz Christi wurde auf verborgene Weise seit ältester Zeit
vorangekündigt und in Figuren angedeutet, und keiner wurde je mit Gott
versöhnt ohne die Kraft des Kreuzes. Nachdem unsere Ureltern im Paradies
Gottes durch das Essen vom Baum das Gebot übertreten hatten, lebte die
Sünde auf, wir aber starben und erlitten vor dem leiblichen Tod den Tod
der Seele, der Trennung ist von Gott. All unser Leben nach der
Übertretung war ein Leben in Sünde, ein Leben dem Fleische nach. Die
Sünde "ordnet sich dem Gesetz Gottes nicht unter, noch auch ist sie
imstand dazu, und die dem Fleisch gemäß Lebenden können Gott nicht
gefallen" (Röm 8,7).
