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Πέμπτη 8 Αυγούστου 2013

Über das Werk der Barmherzigkeit und seinen wahren Sinn

Über das Werk der Barmherzigkeit und seinen wahren Sinn
Hl. Symeon der Neue Theologe

 Über das Werk der Barmherzigkeit
und seinen wahren Sinn [1]
Vorrede
1. Βrüder und Väter, eigentlich dürfte ich nicht wagen, überhaupt zu euch zu sprechen, noch auch die Position des Lehrers einzunehmen vor eurer Liebe. Doch wie ihr wißt – das vom Künstler gebaute Musikinstrument läßt seine Klänge nicht dann ertönen und erfüllt die Ohren aller nicht dann mit süßen Melodien, wenn es dies will, sondern wenn der Atem[2] des Künstlers das Rohr füllt oder wenn die Saiten im Wohlklang angeschlagen werden von seinen Fingern. Dasselbe, so müßt ihr begreifen, geschieht auch mit mir. Achtet daher nicht auf die Geringheit des Instruments, damit sie euch nicht abgeneigt mache gegenüber dem, was im Folgenden gesagt werden wird. Richtet euren Blick vielmehr auf die Gnade des Heiligen Geistes, die von oben her die Seelen der Gläubigen inspiriert und erfüllt, und auf den Finger Gottes Selbst (s. Lk 11,20), der die Saiten des menschlichen Geistes[3] anschlägt und uns bewegt zum Reden. Wie dem Schall einer königlichen Trompete, oder um es richtiger zu sagen: dem König aller, Der gleichsam wie vermittels eines Instruments zu uns spricht, hört zu mit Verstand und in aller Ruhe.
 

Πέμπτη 27 Ιουνίου 2013

Geistiges Wissen und profane Gesinnung


Geistiges Wissen und profane Gesinnung
Hl. Symeon der Neue Theologe
Geistiges Wissen und profane Gesinnung
[1]
Die Hl. Schrift ist ein versiegelter Schatz
1. Brüder und Väter, das geistige Wissen ist gleich einem Haus, errichtet inmitten des weltlichen und hellenischen[2] Wissens, worin wie in einem festgefügten und sorgfältig verschlossenen Kasten das Verständnis der von Gott inspirierten Schriften und deren unaussprechlicher Reichtum hinterlegt sind. Diesen Reichtum vermag keiner je zu erblicken, der das Haus betritt, es sei denn, der Kasten werde ihm geöffnet. Die menschliche Weisheit ist außerstand, diesen Kasten zu öffnen, und deshalb bleibt der in ihm hinterlegte Reichtum des Hl. Geistes jedwelchem  der in der Welt lebenden Menschen unbekannt.  Selbst wenn sich ein Mensch den ganzen Kasten auf die Schultern laden und mit sich tragen würde − der darin hinterlegte Schatz bliebe ihm dennoch unbekannt.

Τετάρτη 26 Ιουνίου 2013

Heutzutage sei es unmöglich, heilig zu werden...

Heutzutage sei es unmöglich, heilig zu werden...
Hl. Symeon der Neue Theologe
Dass niemand sagen soll,
heutzutage sei es unmöglich, heilig zu werden [1]
Quelle:http://www.prodromos-verlag.de/
Christus einst wie jetzt Derselbe
1. Brüder und Väter, viele sagen tagtäglich  −und wir selbst hören, was sie sagen  −: "Lebten wir in den Tagen der Apostel und hätten wie sie die Ehre, Christus in Person zu begegnen, würden auch wir Heilige wie jene" (s. Mt 23,30), denn sie wissen nicht, dass Christus Derselbe ist, Der einst wie jetzt in der ganzen Welt spricht. Wäre Er nicht Derselbe jetzt wie damals, in allem derselbe Gott, sowohl in Seinen Energien als auch in Seinen Werken, wie könnte Er sagen, dass der Vater ewiglich im Sohn Sich zeigt und der Sohn im Vater (s. Joh 10,38 / 14,9ff), wirkend durch den Heiligen Geist: "Mein Vater wirkt immerdar, und auch Ich wirke" (Joh 5,17)?
2.  Doch vielleicht wird einer einwenden: "Es ist nicht dasselbe, Ihn damals im Leibe zu sehen und heute nur Seine Worte zu hören und über Ihn und Sein Reich belehrt zu werden."

Πέμπτη 20 Ιουνίου 2013

Strebt nach dem Licht!

Strebt nach dem Licht!
Hl. Symeon der Neue Theologe
"Strebt nach dem Licht!"[1]
Quelle: http://prodromos-verlag.de/texte.html
Der ewige Widerstreit von Licht und Finsternis.
1. Βrüder und Väter, ewiglich setzt sich dem Licht die Finsternis entgegen, dem Glauben der Unglaube, dem Wissen die Unwissenheit, der Liebe der Hass. Als Gott im Anfang sprach: "Es werde Licht" (Gen 1,3), und dies so geschah, da verschwand die Finsternis im Nu. Doch dem Rückzug des Lichts folgte ebenso augenblicklich die Nacht. Geschützt durch die Treue  zu Gott, wohnte Adam in der unsterblichen Herrlichkeit und war im Paradies, doch als er sich vom Widersacher zur Untreue verleiten ließ, wurde er zum Tod verurteilt und aus dem Paradies vertrieben, und anstelle des göttlichen und geistigen Wissens erwarb er das fleischliche Wissen. Denn als die Augen seiner Seele erblindeten und er herausfiel aus dem unvergänglichen Leben, begann er mit den leiblichen Augen zu schauen.

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