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Τρίτη 13 Αυγούστου 2013

Hl. Gregor der Theologe Über die Liebe zu den Armen

Hl. Gregor der Theologe Über die Liebe zu den Armen
Hl. Gregor der Theologe
Über die Liebe zu den Armen [1]
Vorrede
1.Männer und Brüder und Mitbedürftige – denn alle sind wir arm und bedürftig der göttlichen Gnade, mag einer auch meinen, dem anderen überlegen zu sein, wenn er die Dinge mit  kleinen Maßstäben mißt –, ich bitte euch, nehmt diese Rede über die Liebe zu den Armen nicht mit Armseligkeit entgegen, sondern mit Großmut, damit ihr reich werden möchtet am Gottesreich. Und betet mit uns, damit uns gegeben werde, euch das Wort in Fülle zu verschaffen und mit diesem eure Seelen zu ernähren und das geistige Brot an jene auszuteilen, die hungern danach, sei es, indem wir Speise vom Himmel herabregnen lassen, wie Moses vormals (s. Ex 16,14ff), und Brot von Engeln verteilen (s. Ps 77,25), sei es indem wir mit wenigen Broten Tausende speisen in der Wüste, wie es Jesus danach tat (s. Mt 14,15ff), Er, das wahre Brot und die Quelle des wahren Lebens.

Παρασκευή 9 Αυγούστου 2013

„Gehorcht denen, die euch führen...“

„Gehorcht denen, die euch führen...“
Hl. Johannes Chrysostomos

Zum Schriftwort:
„Gehorcht denen, die euch führen...“ [1]

„Gehorcht denen, die euch führen, und ordnet euch unter,
denn sie halten Wache um  eurer Seelen willen,
als solche, die Rechenschaft abzulegen haben werden.“

Brief an die Hebräer, 13,17
 
Das Übel von Führungslosigkeit und  Ungehorsam

1. Führungslosigkeit [2] ist gewiß überall ein Übel und die Ursache vielen Unheils, der Anfang von Unordnung und Wirrsal, doch in der Kirche ist sie noch gefährlicher als anderswo, ist doch auch die Führung in der Kirche von einer größeren und höheren Ordnung. So wie der Chor aus der Melodie und aus dem Takt fällt, wenn du seinen Leiter entfernst,  wie die militärische Phalanx aufhört, die Schlachtordnung aufrechtzuerhalten, wenn du den Feldherrn beseitigst, und wie das Schiff versinkt, wenn du den Steuermann wegnimmst, so auch wirfst du alles um und gibst es der Zerstörung preis, wenn du den Hirten wegnimmst von der Herde.

Πέμπτη 8 Αυγούστου 2013

Über das Werk der Barmherzigkeit und seinen wahren Sinn

Über das Werk der Barmherzigkeit und seinen wahren Sinn
Hl. Symeon der Neue Theologe

 Über das Werk der Barmherzigkeit
und seinen wahren Sinn [1]
Vorrede
1. Βrüder und Väter, eigentlich dürfte ich nicht wagen, überhaupt zu euch zu sprechen, noch auch die Position des Lehrers einzunehmen vor eurer Liebe. Doch wie ihr wißt – das vom Künstler gebaute Musikinstrument läßt seine Klänge nicht dann ertönen und erfüllt die Ohren aller nicht dann mit süßen Melodien, wenn es dies will, sondern wenn der Atem[2] des Künstlers das Rohr füllt oder wenn die Saiten im Wohlklang angeschlagen werden von seinen Fingern. Dasselbe, so müßt ihr begreifen, geschieht auch mit mir. Achtet daher nicht auf die Geringheit des Instruments, damit sie euch nicht abgeneigt mache gegenüber dem, was im Folgenden gesagt werden wird. Richtet euren Blick vielmehr auf die Gnade des Heiligen Geistes, die von oben her die Seelen der Gläubigen inspiriert und erfüllt, und auf den Finger Gottes Selbst (s. Lk 11,20), der die Saiten des menschlichen Geistes[3] anschlägt und uns bewegt zum Reden. Wie dem Schall einer königlichen Trompete, oder um es richtiger zu sagen: dem König aller, Der gleichsam wie vermittels eines Instruments zu uns spricht, hört zu mit Verstand und in aller Ruhe.
 

Τετάρτη 7 Αυγούστου 2013

Hl. Basilios der Große: An die Reichen

Hl. Basilios der Große: An die Reichen
Hl. Basilios der Große
An die Reichen [1]

Der reiche Jüngling,
der dem Rat des Herrn nicht folgen mochte

1. Ueber diesen Jüngling (s. Mt 19,16ff) haben wir schon früher gesprochen, und der aufmerksame Hörer wird sich erinnern an das, was damals gesagt wurde. Zuerst nämlich, dass es sich bei ihm nicht um den Gesetzeslehrer handelt, von dem bei Lukas die Rede ist (s. Lk 10,25ff).[2] Denn  jener war ein Versucher, der seine Fragen hinterhältig stellte. Der Jüngling hier aber fragte aufrichtig, ließ sich allerdings von der Antwort nicht überzeugen. Denn hätte er dem Herrn seine Frage in böser Absicht gestellt, wäre er nicht betrübt über die von Ihm empfangene Antwort davongegangen.  
Deshalb schien uns seine Einstellung einigermaßen widersprüchlich, zeigte er sich doch einerseits als lobenswert seiner Frage wegen, andrerseits aber als völlig jämmerlich und hoffnungslos.

Τρίτη 6 Αυγούστου 2013

Abba Isaak der Syrer: Über die drei Arten von Wissen

Abba Isaak der Syrer: Über die drei Arten von Wissen
Abba Isaak der Syrer
Über die drei Arten
von Wissen [1]

[Rede 62]
Wissen und Glaube
1. Die Seele, die in ihrer Lebensführung dem Weg des Glaubens folgt, macht oft große Fortschritte hierin. Wendet sie sich aber wieder zurück zu den Methoden des Wissens, beginnt sie sogleich zu hinken im Glauben, und dessen noetische Kraft  –dank des göttlichen Beistands in seinen verschiedenen Formen präsent in der reinen Seele, die fraglos, in aller Einfachheit, darauf zurückgreift in allem, was sie betrifft  –weicht von ihr.
2.  Denn die Seele, die sich ein für allemal vertrauensvoll Gott übergeben und durch vielfache Erfahrung Seine Hilfe gekostet hat, sorgt sich nicht länger um sich selbst, sondern sie ist verstummt, sprachlos geworden vor Verwunderung, und es ist ihr nicht länger erlaubt, sich zurückzuwenden zu den Weisen ihres eigenen Wissens und von diesen Gebrauch zu machen, damit ihr nicht etwa durch dessen Widerspruch die Fürsorge Gottes entzogen werde, die sie unablässig im Verborgenen beschützt und behütet und ununterbrochen auf jede Weise für sie sorgt. Es wäre in der Tat Torheit von ihr, sich für fähig zu halten, kraft dieses ihres eigenen Wissens für sich selbst vorzusorgen.

Δευτέρα 5 Αυγούστου 2013

Hl. Johannes Chrysostomos - Nichts ist stärker als die Kirche

Hl. Johannes Chrysostomos
 
1. Hoch türmen sich die Wellen, heftig braust der Sturm. Doch wir fürchten nicht, unterzugehen, stehen wir doch auf dem Fels. Mag das Meer auch toben, den Fels kann es nicht zerbrechen. Mögen die Wellen sich überschlagen, das Schiff Jesu können sie nicht zum Kentern bringen. Was sollten wir fürchten, sag mir? Den Tod? "Leben ist für mich Christus, und Sterben Gewinn" (Phil 1,21). Das Exil? "Dem Herrn gehört die Erde, und alles, was auf ihr ist" (Ps 23,1). Die Beschlagnahme von Besitztümern? "Nichts brachten wir mit in diese Welt, und es liegt auf der Hand, dass wir auch nichts mitnehmen können, wenn wir sie verlassen" (1 Tim 6,7). Was die Welt erschreckt, ist mir nicht der Rede wert, woran sie sich erfreut, verspotte ich. Weder fürchte ich die Armut, noch begehre ich Reichtum. Der Tod erschreckt mich nicht, noch auch wünsche ich zu leben, es sei denn um eures Fortschritts willen. Deshalb erinnere ich euch an diese Dinge und bitte eure Liebe, zuversichtlich zu sein.

Κυριακή 4 Αυγούστου 2013

Rede an Eutropios

Rede an Eutropios
Hl. Johannes Chrysostomos
 
Rede an Eutropios
Diese erste seiner beiden "Reden an Eutropios" den Eunuchen, Patrizier und Konsul, hielt der hl. Johannes Chrysostomos im Frühjahr 399 in der Kathedrale der Hl. Apostel in Konstantinopel, als der mächtige und tyrannische Politiker, in Ungnade gefallen am Kaiserhof und verfolgt von kaiserlichen Truppen und vom empörten Volk, als letzte Hoffnung das kirchliche Asyl in Anspruch nahm (das er zuvor abgeschafft hatte) und im Heiligtum Zuflucht suchte. Die Kirche füllte sich bald mit solchen, die schwer gelitten hatten unter der unersättlichen Habgier, Macht- und Ruhmsucht des Tyrannen, und sie waren bereit, ihn zu lynchen. Mit seiner Rede gelang es  dem heiligen Johannes, seine Herde vor dieser Sünde zu bewahren und die Herzen zur Reue zu bewegen und zum Mitleid  für den Gestürzten, der sich, notdürftig mit einem Hemd bekleidet, an den Altar klammerte, und so wurde dessen Leben vorerst gerettet.

Παρασκευή 28 Ιουνίου 2013

Die Dogmen des christlichen Glaubens

Die Dogmen des christlichen Glaubens
Hl. Justin von Celije
Die Dogmen des christlichen Glaubens [1]
Quelle: http://www.prodromos-verlag.de/
1. Zum Begriff "Dogmatik"
Die Bedeutung und logische Definition des Begriffs "Dogmatik" ist in seinem Namen selbst enthalten. Dogmatik ist die Wissenschaft von den Dogmen des christlichen Glaubens. Doch da man auf Grund der Vielfalt der christlichen Glaubensbekenntnisse die Dogmen auf verschiedene Arten verstehen und interpretieren kann, bezeichnet die Orthodoxe Kirche, indem sie die Dogmen der göttlichen Offenbarung im evangelischen, apostolischen und katholischen Geist darlegt und interpretiert, ihre Dogmatik als "orthodox".[2] Damit sondert und grenzt sie sich ab von den nicht-evangelischen, nicht-apostolischen, nicht-katholischen und nicht-orthodoxen Heilslehren. Die orthodoxe Dogmatik ist mithin allem anderen voran die Wissenschaft, welche die Dogmen des orthodoxen Glaubens systematisch und im Geist der Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolische Kirche darlegt und interpretiert.

Πέμπτη 27 Ιουνίου 2013

Geistiges Wissen und profane Gesinnung


Geistiges Wissen und profane Gesinnung
Hl. Symeon der Neue Theologe
Geistiges Wissen und profane Gesinnung
[1]
Die Hl. Schrift ist ein versiegelter Schatz
1. Brüder und Väter, das geistige Wissen ist gleich einem Haus, errichtet inmitten des weltlichen und hellenischen[2] Wissens, worin wie in einem festgefügten und sorgfältig verschlossenen Kasten das Verständnis der von Gott inspirierten Schriften und deren unaussprechlicher Reichtum hinterlegt sind. Diesen Reichtum vermag keiner je zu erblicken, der das Haus betritt, es sei denn, der Kasten werde ihm geöffnet. Die menschliche Weisheit ist außerstand, diesen Kasten zu öffnen, und deshalb bleibt der in ihm hinterlegte Reichtum des Hl. Geistes jedwelchem  der in der Welt lebenden Menschen unbekannt.  Selbst wenn sich ein Mensch den ganzen Kasten auf die Schultern laden und mit sich tragen würde − der darin hinterlegte Schatz bliebe ihm dennoch unbekannt.

Τετάρτη 26 Ιουνίου 2013

Heutzutage sei es unmöglich, heilig zu werden...

Heutzutage sei es unmöglich, heilig zu werden...
Hl. Symeon der Neue Theologe
Dass niemand sagen soll,
heutzutage sei es unmöglich, heilig zu werden [1]
Quelle:http://www.prodromos-verlag.de/
Christus einst wie jetzt Derselbe
1. Brüder und Väter, viele sagen tagtäglich  −und wir selbst hören, was sie sagen  −: "Lebten wir in den Tagen der Apostel und hätten wie sie die Ehre, Christus in Person zu begegnen, würden auch wir Heilige wie jene" (s. Mt 23,30), denn sie wissen nicht, dass Christus Derselbe ist, Der einst wie jetzt in der ganzen Welt spricht. Wäre Er nicht Derselbe jetzt wie damals, in allem derselbe Gott, sowohl in Seinen Energien als auch in Seinen Werken, wie könnte Er sagen, dass der Vater ewiglich im Sohn Sich zeigt und der Sohn im Vater (s. Joh 10,38 / 14,9ff), wirkend durch den Heiligen Geist: "Mein Vater wirkt immerdar, und auch Ich wirke" (Joh 5,17)?
2.  Doch vielleicht wird einer einwenden: "Es ist nicht dasselbe, Ihn damals im Leibe zu sehen und heute nur Seine Worte zu hören und über Ihn und Sein Reich belehrt zu werden."

Τρίτη 25 Ιουνίου 2013

Über das Kostbare und Lebenspendende Kreuz


Über das Kostbare und Lebenspendende Kreuz
Hl. Gregor Palamas
 Über das Kostbare und Lebenspendende Kreuz [1]
Homilie zum 3. Sonntag der Großen Fastenzeit

Das Kreuz Christi im Alten Bund
1. Das Kreuz Christi wurde auf verborgene Weise seit ältester Zeit vorangekündigt und in Figuren angedeutet, und keiner wurde je mit Gott versöhnt ohne die Kraft des Kreuzes. Nachdem unsere Ureltern im Paradies Gottes durch das Essen vom Baum das Gebot übertreten hatten, lebte die Sünde auf, wir aber starben und erlitten vor dem leiblichen Tod den Tod der Seele, der Trennung ist von Gott. All unser Leben nach der Übertretung war ein Leben in Sünde, ein Leben dem Fleische nach. Die Sünde "ordnet sich dem Gesetz Gottes nicht unter, noch auch ist sie imstand dazu, und die dem Fleisch gemäß Lebenden können Gott nicht gefallen" (Röm 8,7).

Δευτέρα 24 Ιουνίου 2013

Über die Metanie

 Über die Metanie
Hl. Kyrillos von Jerusalem
 Über die Metanie [1]
Quelle:http://www.prodromos-verlag.de/
Das große Übel der Sünde - woher es kommt
1. Eine schlimme Sache ist die Sünde,  eine höchst gefährliche Krankheit der Seele die Widersetzlichkeit gegen das göttliche Gesetz,  schneidet sie derselben doch den Lebensnerv ab und  liefert sie dem ewigen Feuer aus. Sie ist jedoch ein selbst-gewolltes Übel, ein Sproß der eigenen Wahl. Dass wir aus eigenem Willen sündigen, sagt irgendwo mit aller Deutlichkeit der Prophet: "Ich pflanzte dich als fruchtbaren und zur Gänze wahren Weinstock. Wie hast du dich zu Bitterkeit gewandelt  und bist zum fremden Weinstock geworden?"  (Jer 2,21).

Τετάρτη 21 Νοεμβρίου 2012

Wie wird der Westen wieder orthodox?


Hl. Nikolaj Velimirović, Bischof von  Ochrid


Wie wird der Westen wieder
orthodox? [1]
Laßt euch nicht beeinflussen durch das, was die Augen sehen, denn die Augen sehen die Oberfläche, nicht die Tiefe. Die Augen sehen die äußere Bekleidung des Menschen, doch nicht sein Wesen. Sie sehen den Schauspieler, nicht den Menschen. Die Augen sehen den äußeren Menschen, nicht Gott.
Nur der gesegnete Geist sieht, was das Auge nicht zu sehen vermag - die Tiefe unter der Oberfläche, das Wesen unter der äußeren Erscheinung, den Menschen hinter dem Schauspieler, Gott hinter dem Menschen. Die reifen Menschen sehen das, was sich nicht zeigt, während die Kinder nur das sehen, was sich zeigt. Die Tiefe jedwelchen Seienden ist unsichtbar. Die Tiefe und das Wesen der Dinge sind für das Sinnesorgan Auge nicht wahrnehmbar.

Σάββατο 17 Νοεμβρίου 2012

Hl. Justin von Celije - Über Gott als Richter


Hl. Justin von Celije


Über Gott als Richter [1]
Die ewige evangelische Wahrheit über Gott als Richter ist nicht etwas, das  dem menschlichen Bewußtsein gewaltsam aufgezwungen worden wäre, noch auch ist sie etwas Unnatürliches unter den offenbarten Wahrheiten. Sie ist ein natürlicher und organischer Bestandteil der göttlichen Offenbarung im gottmenschlichen Leib der Kirche. Ohne sie wäre die Logik der Offenbarung nicht göttlich und die gottmenschliche Heilsökonomie nicht vollständig. Ohne sie wäre die göttliche Offenbarung wie die Welt ohne den Himmel über ihr.

Πέμπτη 8 Νοεμβρίου 2012

„Achte auf dich selbst!“



Hl. Basilios der Große

Homilie
über das Schriftwort

„Achte auf dich selbst!“  
(Deut 15,9)
Vorrede:
Warum uns Gott die Sprache gegeben hat
1. Gott unser Schöpfer hat uns den Gebrauch der Sprache gewährt, damit wir einander die Gedanken unserer Herzen offenbaren und damit jeder, auf Grund des kommuni-kativen Charakters unserer Natur, dem Nächsten die verborgenen Ratschlüsse seines Herzens kundtun kann, indem er sie gleichsam wie aus Schatzkammern an den Tag bringt. Lebten wir durch die Seele allein, ohne Körper, könnten wir uns untereinander unmittelbar verständigen durch die bloßen Gedanken, doch weil unsere Seele die Gedanken hervorbringt unter dem Vorhang des Fleisches, der sie bedeckt, bedarf es der Worte und Namen, um das in der Tiefe Liegende bekannt zu machen.

Τετάρτη 7 Νοεμβρίου 2012

Über die wahre Freiheit


Hl. Nektarios von Pentapolis
 Über die wahre Freiheit [1]
Homilie zu Mk 8,34-37

„Will einer Mir nachfolgen, so verleugne er sich selbst,
nehme sein Kreuz auf sich und folge Mir.
 Denn wer seine Seele retten will, wird sie verlieren,
 wer aber seine Seele verliert um Meinet und des Evangeliums willen,
der wird sie retten.
Denn was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt,
aber Schaden nimmt an seiner Seele?
Oder was kann der Mensch geben als Gegenpreis für seine Seele“

 Die Freiheit des Menschen folgt aus
seiner Bestimmung auf Erden
Der Mensch, dazu erschaffen, das unendlich große Bild des Göttlichen Schöpfers auf Erden im Kleinen abzubilden, mußte notwendigerweise mit den Eigen-schaften Gottes ausgerüstet sein, damit er in allem auf Gott Selbst hin geordnet, auf Ihn bezogen war.[2] Als Abbild Gottes mußte der Mensch ein seiner selbst bewußtes,[3] freies und seiner selbst mächtiges[4] Wesen sein, denn ein Wesen ohne Bewußtsein seiner eigenen Existenz, ohne Freiheit, ohne Macht  über sich selbst, wäre der ihm durch den großen Ratschluß des Göttlichen Schöpfers vorbehaltenen hohen Berufung unwürdig.

Τρίτη 6 Νοεμβρίου 2012

Über die Erforschung der Mysterien Gottes


Hl. Nikolaj Velimirović
Über die Erforschung der Mysterien Gottes [1]

Wie ist der Herr Christus von der Erde in den Himmel aufgefahren?" Diese Frage also ist es, die dich quält? Sag: "Mit der göttlichen Kraft ist der auferstandene Herr von Seinem irdischen Reich in Sein himmlisches Reich aufgefahren", und sei fortan in Ruhe. Denn wenn du fortfährst, dich in die Erforschung aller Mysterien Gottes zu vertiefen, werden noch viele andere Fragen dich zu quälen anfangen, wie zum Beispiel: Wie wurde Christus geboren? Wie schritt Er über das Wasser? Wie trieb Er die Dämonen aus und heilte die Krankheiten? Wie wurde Er verwandelt auf dem Berg? Wie auferweckte Er die Toten? Wie auferstand Er? Eine einzige ist die Antwort auf alle diese Fragen: All dies geschah durch die göttliche Kraft Christi.

Δευτέρα 5 Νοεμβρίου 2012

Hl. Johannes von Kronstadt: „Was sucht ihr?“


Hl. Johannes von Kronstadt

„Was sucht ihr?“ [1]
Der heilige Apostel Christi Andreas war ursprünglich ein Jünger des heiligen Johannes des Täufers, der die Menschen vorbereitete auf den Empfang des Messias. Als der Erlöser heraustrat aus der Wildnis, sagte der Vorläufer zum Volk: „Seht das Lamm Gottes“ (Joh 1,36). Andreas folgte Ihm sogleich nach. Da wandte Sich der Herr um, und als Er ihn zusammen mit dem anderen Jünger des Johannes sah, fragte Er sie: „Was sucht ihr?“ Sie antworteten: „Meister, wo wohnst Du?“ Er sagte zu ihnen: „Kommt und seht.“ Die Jünger sahen, wo Er wohnte, und sie verbrachten den Tag bei Ihm (Joh 1,37-39). Kurz danach rief der Herr den Andreas und seinen Bruder Petrus, Ihm zu folgen, und Er sagte ihnen, dass sie Menschenfischer werden würden zur Rettung vieler. Von jener Zeit an blieben sie bei Christus. Sie waren Ihm treu bis ans Ende und gaben ihr  Leben hin aus Liebe zu Ihm.

Κυριακή 4 Νοεμβρίου 2012

Hl. Ignatij Briantschaninow - Über das Mönchtum 2. Teil


Hl. Ignatij Briantschaninow

Über das Mönchtum [1]

Gespräch zwischen
einem Weltlichen und einem Mönch

2. Teil
 Die Ehelosigkeit der Mönche [2]
Weltlicher: Heutzutage behaupten viele, das Leben in Ehelosigkeit sei weder natürlich, noch auch möglich. Sie sagen, indem der Mensch damit der Natur die legitime Tür der Ehe verschließe, nötige man sie, illegitime Türen zu suchen.

Mönch:  Jeder Mensch beurteilt die Dinge gemäß seiner persönlichen Erfahrung. Was er nicht kennt und nicht erfahren hat, scheint ihm unmöglich. Für diejenigen hingegen, die es kennen und erfahren haben, ist das Leben in Ehelosigkeit nicht nur möglich, sondern auch das einzige der menschlichen Natur gemäße Leben. 

Σάββατο 3 Νοεμβρίου 2012

Über Reichtum und Armut

Hl. Johannes Chrysostomos

Über Reichtum und Armut [1]

Der arme, doch wahrhaft reiche Lazarus
Wenn du jemanden über Gebühr reich werden siehst, preise ihn nicht selig, betrachte ihn nicht als beneidenswert, tadle nicht die Vorsehung Gottes, noch auch halte das irdische Geschehen für zufällig und planlos. Erinnere dich vielmehr an den armen Lazarus und den Reichen, der den Gipfel des Reichtums und der Genüsse erlangt hatte, aber zugleich roh und herzlos war, unmenschlich und grausamer als alle Hunde. Denn diese erbarmten sich des Lazarus und pflegten ihn,  zauderten sie doch nicht,  mit ihren Zungen die Geschwüre zu lecken, die seinen ganzen Leib bedeckten, während der Reiche ihm nicht einmal ein paar Brosamen hinwerfen mochte.

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